Bad Muskau spendet für Hochwasserbetroffene in Bad Schandau
Bad Muskau / Mužakow, 6. August 2013. Flut auf Flut: Nach 2002, 2006 und 2010 war Bad Schandau im Juni 2013 erneut heftig vom Hochwasser betroffen. In Bad Muskau, Kurstadt wie Bad Schandau, blieb das nicht unbemerkt. "Als ich die Bilder gesehen habe, habe ich spontan eine Spendenaktion gestartet“, so Andreas Bänder, Bürgermeister von Bad Muskau. In Bad Muskau wisse man sehr genau, welche Schäden Hochwasser anrichten kann. Der Bürgermeister der Stadt des Fürst-Pückler-Parks hat mit seinem Aufruf unterm Strich 1.150 Euro aufgebracht, die jetzt an Bad Schandau überwiesen werden.
Sächsiche Kurorte üben miteinander Solidarität
Gespendet haben Mitarbeiter der Stadtverwaltung Bad Muskau und Stadträte ebenso wie die Wohnungsbau GmbH Bad Muskau. "Es ist keine große Summe, aber jeder Euro hilft ja“, freit sich Bänder über das Ergebnis.
Eigentlich sollte das Geld einer Kindereinrichtung oder einer besonders schwer betroffenen Familie helfen. "Wir haben uns natürlich mit Bad Schandaus Bürgermeister Andreas Eggert in Verbindung gesetzt und sind von dieser Idee wieder abgekommen, da Bad Schandaus Kitas bereits viel Unterstützung erfahren haben und bei den privaten Haushalten der Überblick noch nicht vollständig ist“, berichtet Bad Muskaus Stadtoberhaupt weitere. Das Geld gehe jetzt direkt in den Bad Schandauer Hochwassertopf und werde zur Beseitigung von Schäden an der Infrastruktur eingesetzt. "Hier hat mein Kollege Eggert den größten Investitionsbedarf“, bestätigt der Bürgermeister.
Für Bad Schandaus Bürgermeister Andreas Eggert ist diese Solidarität eine freude: "Ganz herzlichen Dank nach Bad Muskau für diese Spende, die mein Kollege uns noch dazu sehr unkompliziert zur Verfügung stellt. Diese Solidaraktion freut uns umso mehr, da die Spendenbereitschaft im Vergleich zu 2002 deutlich geringer ist. Wir versprechen, das Geld ganz zielgerichtet einzusetzen."
Prof. Karl Ludwig Resch, Präsident des Sächsischen Heilbäderverbandes ergänzt: "Die Spendenaktion ist ein schöner Beweis für das Zusammenstehen der sächsischen Kurorte. Ebenso hilft es Bad Schandau, wenn die Gäste wieder in den malerischen Erholungsort an der Elbe kommen. Daher an dieser Stelle noch einmal der Aufruf: Kommen Sie nach Bad Schandau, die Elbflut ist schließlich schon lange vorbei, die Aufräumarbeiten sind längst abgeschlossen und Bad Schandau bietet seinen Gästen wieder ein umfangreiches Kur- und Tourismusangebot.“
Mehr:
http://www.kursachsen.de
Kommentar:
So ist das: Spender suchen oft "die besonders betroffene Familie", aber Hilfe tut an allen Ecken und Enden not.
Deshalb ist es eine weise Entscheidung der Muskauer, ihre Spende in den allgemeinen Hochwassertopf einfließen zu lassen.
Dass damit auf PR-Effekt verzichtet wird, macht die Spende noch edler,
meint Ihr Fritz R. Stänker



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- Quelle: red | Fotos: BeierMedia.de
- Erstellt am 06.08.2013 - 18:54Uhr | Zuletzt geändert am 06.08.2013 - 19:20Uhr
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