Senftenberg beim Aktionstag "Cities for life"
Senftenberg / Zły Komorow, 25. November 2014. Am 30. November 2014 findet auf Initiative der Gemeinschaft Sant’Egidio wieder der internationale Aktionstag "Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe" statt. Anlässlich des Aktionstages werden in Senftenberg bereits am 28. November die deutsche Flagge sowie die Senftenberger Fahne gehisst. Am 8. Dezember 2010 hatten die Senftenberger Stadtverordneten mehrheitlich die Beteiligung an dieser Initiative beschlossen.
Gegen die Todesstrafe
Seit Beginn der Kampagne wurden in den vergangenen 13 Jahren in 98 Ländern Tausende Aktionen durchgeführt, die den Einsatz für eine Welt ohne Todesstrafe und für ein Rechtssystem bekunden, das in allen Phasen und unter allen Umständen das Leben achtet. Es sind 1.650 Städte, davon 70 Hauptstädte, die sich der Aktion in diesen Jahren angeschlossen haben. In Deutschland unterstützen 155 Städte die Kampagne und setzen Zeichen.
Zum Hintergrund des Aktionstages
Mittlerweile haben 140 Staaten der Erde die Todesstrafe ganz abgeschafft oder wenden sie in der Praxis nicht mehr an, nur eine Minderheit übt diese Praxis noch aus. 2013 wurden nach vorliegenden Erkenntnissen in 40 Staaten Todesurteile verhängt und in 22 Staaten Hinrichtungen durchgeführt. Seit Beginn des Einsatzes der Gemeinschaft Sant’Egidio gegen die Todesstrafe im Jahr 1998 hat sich das Zahlenverhältnis zwischen den Ländern mit und ohne Todesstrafe umgekehrt. Auf globaler Ebene erscheint die Tendenz zur Abschaffung der Todesstrafe mittlerweile unumkehrbar. Trotzdem ist weiterhin Aufmerksamkeit geboten, wie Diskussionen in manchen Ländern über eine Wiedereinführung der Todesstrafe zeigen.
Die Gemeinschaft Sant’Egidio ist eine christliche Laienbewegung mit über 60.000 Mitgliedern in 74 Ländern der Welt, die sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzt. Sie engagiert sich unter Beteiligung zahlreicher Organisationen in der World Coalition against the Death Penalty im Kampf gegen die Todesstrafe und hat die Aktion "Cities for life – Städte für das Leben" gegründet. Der 30. November wurde für den Aktionstag gewählt, weil an diesem Tag im Jahr 1786 das Großherzogtum Toskana als erster Staat der Welt Folter und Todesstrafe für abgeschafft erklärte.
Kommentar:
Ob der Tod ein Strafe ist, kann man lange diskutieren. Fakt ist aber, dass auch - wenn auch nicht ausschließlich - Staaten, die nach deutschem Empfinden keine "Rechtsstaaten" sind, zur Todesstrafe greifen, man denke nur an Nordkorea und China.
Wobei China ein Phänomen ist: Das von der kommunistischen Partei geführte Reich der Mitte wird von den kapitalistischen Industrienationen regelrecht hoffiert. Ja, wenn der Profit hoch genug ist...
meint Ihr Fritz R. Stänker



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- Quelle: red | Abbildung: © Dieter_G, pixabay, Lizenz CC0 Public Domain
- Erstellt am 25.11.2014 - 06:38Uhr | Zuletzt geändert am 25.11.2014 - 11:06Uhr
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