Gesundheit bei Mitarbeitern fördern
Weißwasser / Běła Woda, 22. Juni 2018. Auch im Landkreis Görlitz machen sich Unternehmer zunehmend Gedanken, wie sie gute Mitarbeiter halten oder gewinnen können; der Unternehmerverband Markersdorf konzipiert dazu sogar eine Tagung, die im Herbst stattfinden soll. Bei den Maßnahmen, Arbeitsplätze attraktiver zu machen, steht bei vielen Unternehmen zunehmend hoch im Kurs, die Gesundheit bei Mitarbeitern zu fördern. Kein Wunder, denn gesunde Mitarbeiter fallen seltener aus und sind leistungsfähiger. Die Fürsorge im Unternehmen zahlt sich also aus. Allerdings nicht nur durch weniger Krankentage und Ausfälle.
Welche Vorteile bringt Gesundheitsförderung der Mitarbeiter dem Arbeitgeber?
Fühlen sich Mitarbeiter unterstützt und respektiert, wächst auch die Bindung an das Unternehmen. Maßnahmen zur Gesundheitsförderung können zu diesem Gefühl beitragen. Dabei sollte auch aber nicht nur die körperliche Gesundheit berücksichtig werden. Werden sowohl die physische als auch psychische Gesundheit gefördert, können Vorgesetzte mit einem größeren Engagement und weniger Fluktuation rechnen. Längere Ausfälle, wie beispielsweise durch Burn Out, können reduziert werden. Sogar die Ausfallzeiten junger Eltern lassen sich mit den passenden Mitteln auf ein Minimum beschränken. Ganz zu schweigen davon, das gesunde, entspannte Mitarbeiter auch ein besseres Betriebsklima erzeugen. Dieses trägt ebenfalls zur gesteigerten Effizienz bei.
Hat die Gesundheitsförderung der Mitarbeiter Nachteile für den Arbeitgeber?
Die Gesundheitsförderung ist in der Anfangsphase teils mit viel Aufwand verbunden. Das könnte als potentieller Nachteil betrachtet werden. Davon abgesehen sind die Maßnahmen aber aus den bereits genannten Gründen von Vorteil. Hinzu kommt, dass sich mit einer umfassenden Gesundheitsförderung langfristig neben Aufwand auch Steuern sparen lassen.
Die Einführung verschiedener Angebote und Maßnahmen lohnt sich
Tipps zur einfachen Gesundheitsförderung bei Mitarbeitern:
- Eine der wichtigsten Maßnahmen liegt in der Gestaltung der Arbeitszeiten. Gleitzeit, ein Arbeitszeitkonto, Vertrauensarbeitszeit oder auch Home Office machen es Mitarbeitern leichter, eine Balance zwischen Leben und Arbeit herzustellen. Dadurch führen unvorhergesehene Ereignisse, wie kranke Kinder oder ein plötzlich nötiger Arzttermin, zu weniger Ausfällen. Mitarbeiter können organisatorisch freier agieren und dadurch effizienter sein.
- Zudem sollte auf einen ergonomischen Arbeitsplatz geachtet werden. Hochwertige und bewegliche Sitzgelegenheiten und in der Höhe anpassbare Tischplatten sind neben regelmäßiger Bewegung die beste Vorbeugung bei Rückenschmerzen. Durch diese fallen jährlich sehr viele Mitarbeiter aus. Die Investition in entsprechende Büromöbel rechnet sich daher langfristig.
- Apropos Bewegung: Auch hier helfen Angebote vom Unternehmen. Angebote für Training, gemeinsam für Firmenläufe trainieren oder vergünstigte Mitgliedschaften im Fitnesscenter erfüllen den Zweck. Dazu können Chefs mit gutem Beispiel vorangehen und Pausen zum Training nutzen oder sich zumindest des Öfteren bewegen.
- Bei der Ernährung verhält es sich ähnlich. Gesunde Optionen in der Kantine geben immerhin eine Wahlmöglichkeit. Zudem können Obst und Gemüse direkt ins Büro bestellt werden und allen zur freien Verfügung stehen.
- Bleiben noch die Beratung und das psychische Wohlergehen. Weder physische noch psychische Beschwerden sollten ein Tabu im Unternehmen sein. Angebote zur Beratung durch Therapeuten, Coaches und die Krankenkasse sind ein guter Anfang. Zusätzlich können langfristig kranke Mitarbeiter oder Angestellte in Elternzeit auf dem Laufenden gehalten und ihnen Verständnis entgegengebracht werden. Auf diese Weise werden zum einen längere Ausfälle verhindert und zum anderen die Anzahl der Krankentage verkürzt.



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- Quelle: red | Foto Frauen: 089photoshootings / Werner Heiber, Foto Mann: rawpixel, beide Pixabay und Lizenz CC0 Public Domain
- Erstellt am 22.06.2018 - 15:14Uhr | Zuletzt geändert am 13.04.2021 - 08:45Uhr
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