Barista: Von Beruf Kaffee-Experte
Weißwasser / Běła Woda, 20. November 2015. Für die einen ist er bloßer Muntermacher, für die anderen eine Köstlichkeit - der Kaffee. Am perfekten Aroma arbeiten Baristas, professionelle Zubereiter von Kaffeespezialitäten. Zu finden sind die Kaffee-Experten in Cafés und Kaffeebars. Dort ist das Kaffeekochen eine Kunst, bei der durchaus auch einiges schief gehen kann. Schlechte Bohnen, verkehrte Röstung, falscher Mahlgrad oder fehlerhafte Maschineneinstellungen - all diese Faktoren haben Einfluss auf den Geschmack und entscheiden schlussendlich darüber, wie häufig der Kaffee über die Theke geht.
Worauf es im Beruf ankommt
Nur die richtigen Knöpfe an der Espressomaschine zu drücken, reicht für den Beruf eines Barista nicht aus. Wer sich in dem Job durchsetzen will, muss umfangreiches Wissen mitbringen. Das fängt schon bei Herkunft und Ernte der Kaffeebohnen an, geht über Know-How zu Röstung und Mahlung bis hin zu den verschiedenen Geschmackseigenschaften von Wasser, Milch und Kaffee. Stimmen alle Parameter wird der Kaffee zum wahren Genuss.
Doch ein guter Barista muss noch mehr können. Als Hautperson hinter der Bar kommt es auch auf den Draht zum Kunden an. Um während des Kaffeemachens den Kundenkontakt zu halten, bedarf es Routine und einer gewissen Leichtigkeit. Beides müsse man sich erarbeiten, erzählen erfahrene Baristas.
Bisher ist die Berufsbezeichnung Barista in Deutschland nicht geschützt, denn der Job ist kein anerkannter Ausbildungsberuf. Angehende Baristas können sich derzeit über Barista-Seminare das nötige Wissen aneignen und die eigenen Fähigkeiten gegenüber Arbeitgebern nachweisen. Interessierte, die sich zum Barista weiterbilden wollen, sollten bei Seminaranbietern auf das Zertifikat des Europäischen Spezialitäten Kaffeeverbands (SCAE) achten, das gilt in der Branche als der Goldstandard.
Fazit: Job mit Zukunftsperspektive
Insgesamt sind die Zukunftsperspektiven für Baristas gut, denn wir leben in Zeiten, in denen Kaffee ein Lifestyle-Produkt ist. Kaffee gibt es fast an jeder Ecke, die Branche wächst und der Bedarf nach guten Kaffeeläden ebenfalls. Damit steigt auch die Nachfrage nach Kaffee-Experten.
Hierzulande liegt der Stundenlohn für Baristas derzeit bei bis zu zehn Euro, das Trinkgeld kommt oben drauf. Das Durchschnittsgehalt beläuft sich auf zirka 15.500 Euro jährlich. Im Ausland verdienen Baristas deutlich mehr, etwa in Australien. Wem das Gehalt als Barista langfristig nicht reicht, kann sich zum Röstmeister oder Kaffeeeinkäufer weiterbilden und so seiner Leidenschaft Kaffee weiterhin nachgehen.



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- Quelle: red | Foto Kaffeelöffel: eliasfalle / Elias Shariff Falla Mardini, Foto Straßencafé: skeeze, beide pixabay und Lizenz CC0 Public Domain
- Erstellt am 20.11.2015 - 07:40Uhr | Zuletzt geändert am 20.11.2015 - 08:45Uhr
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