Lausitzer Seenrundfahrt kommt näher

Dresden. Ein moderner Schwimmanleger soll am Geierswalder See gebaut werden. Dafür hat die Landesdirektion Sachsen (LDS) jetzt dem Zweckverband "Lausitzer Seenland Sachsen" die wasserrechtliche Genehmigung erteilt. Die Schffsanlegestelle soll am Südostrand des Sees entstehen. Damit kann - als wichtige Voraussetzung - der Geierswalder See an den beabsichtigten Fahrgastschiffsbetrieb auf der Lausitzer Seenkette angeschlossen werden.

Anzeige
cms[SKYSCRAPER]

Baubeginn 2012 - fertig zum Saisonstart 2013

Landseitig wird der Schiffsanleger an einem Kopfdamm aus Kiessand und Wasserbausteinen verankert. An den Kopfdamm schließt ein etwas mehr als zehn Meter langer, auf Rohrpfählen gegründeter und aus Stahl aufgebauter Zugangssteg zur Überbrückung der Dammböschung an. Weitere zehn Meter zum eigentlichen Schwimmsteg überwindet dann ein höhenflexibel angeschlossener Landgang, dessen Lauffläche aus Stahlgitterrosten besteht. Dem folgt - im rechten Winkel angeschlossen - der eigentliche Schwimmsteg, ein Stahlbetonschwimmkörper vom 15 Metern Länge, knapp zweieinhalb Metern Breite und einem Meter Höhe, der nach Inbetriebnahme des Anlegers als Ein- und Ausstieg zum Schiff dienen wird. Das Schiff kann längsseits an zwei vorgebauten Dalben festmachen.

Die Ausführung als Schwimmsteg erlaubt es, den die Anlage auch bei schwankenden Wasserständen zu nutzen. Außerdem wird der Anleger auch für Rollstuhlfahrer benutzbar sein.

Viel Technik im Schwimmsteg


Der Schiffsanleger wird über eine innerhalb des Kopfdammes und der Steganlagen verlaufenden Medientrasse mit Elektro-, Telekommunikations- und Trinkwasseranschluss sowie einer Abwasserdruckleitung versehen. Der Schwimmsteg erhält eine Versorgungssäule für Wasser und Strom. Zusätzlich erfolgt die Verlegung einer frostsicheren Löschwasserentnahme-Saugleitung östlich des Kopfdammes. Die Schwimmplattform wird mit zwei Beleuchtungsmasten ausgerüstet, weitere Leuchten sind an der Zufahrtsstraße und auf dem Zugangsdamm vorgesehen.

Weiterte Anlegestelle

An den Kopfdamm schließt in nordöstlicher Richtung abzweigend - im rechten Winkel zum Schiffsanleger - noch ein Bootssteg an. Er wird auf Höhe des Damms geführt, hat eine Länge von 30,6 und eine Breite von drei Metern, besteht aus einer Stahlträgerkonstruktion und gründet auf elf Pfahlpaaren. Die für das Anlegen kleinerer Boote am Steg erforderlichen seitlichen Ausstiegsstege einschließlich der Steighilfen sind nicht Bestandteil der jetzt genehmigten Planung. Für deren Einrichtung und Betrieb erwartet die Landesdirektion einen separaten Genehmigungsantrag.

Während der Bootssteg nach vollständiger Errichtung und Inbetriebnahme durchgängig zugänglich sein wird, ist der Schiffsanleger für die Öffentlichkeit nur während der Schifffahrtszeiten begehbar.

Sicherheit steht im Mittelpunkt

Der Bau des Anlegers hat nach den Festlegungen der Genehmigung unter ständiger Beteiligung von Sachverständigen für Geotechnik zu erfolgen. So muss etwa vor Beginn der Baumaßnahmen und vor Beginn der Nutzung der Schiffsanlegestelle durch Standsicherheitsberechnungen die Gefahrlosigkeit der jeweils nächsten Schritte nachgewiesen werden.

Nach den in der LDS vorliegenden Unterlagen ist mit dem Beginn des Baus im Herbst dieses Jahres zu rechnen. Mit dem Saisonstart 2013 soll der Schiffsanleger dann betriebsbereit sein.

Kommentare Lesermeinungen (0)
Lesermeinungen geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion, sondern die persönliche Auffassung der Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich das Recht zu sinnwahrender Kürzung vor.

Schreiben Sie Ihre Meinung!

Name:
Email:
Betreff:
Kommentar:
 
Informieren Sie mich über andere Lesermeinungen per E-Mail
 
 
 
Weitere Artikel aus dem Ressort Weitere Artikel
  • Quelle: red
  • Erstellt am 25.08.2012 - 08:15Uhr | Zuletzt geändert am 25.08.2012 - 08:24Uhr
  • drucken Seite drucken