Baustellenzüge rollen ab Juli über die Spree

Boxberg/O.L. / Hamor, Uhyst / Delni Wujězd, 13. Juni 2017. "Niederschlesien-Magistrale" wird die Eisenbahn-Ausbaustrecke Knappenrode – Horka – Grenze Sachsen/Polen bezeichnet. Am 9. Juni wurde ein wichtiges Bauwerk der Trasse, die reichlich 40 Meter lange zweigleisige Spreebrücke in Uhyst, geweiht. Ab Juli sollen erst einmal Baustellenzüge das Stahlbauwerk nutzen.
Abbildung: Bei Zentendorf rollt es schon wieder, auch wenn die Oberleitungen noch fehlen.

Anzeige
cms[SKYSCRAPER]

Uhyst genießt noch die Ruhe der Baustelle

Gemeinsam mit dem Uhyster Ortsvorsteher Frank Knobloch, der historischen Figur des Grafen von Gersdorff als Brückenpaten, mit Gemeindepfarrer Matthias Gnüchtel sowie Vertretern der Deutschen Bahn hat der Bürgermeister der Gemeinde Boxberg Achim Junker anlässlich der Brückenweihe die neue Spreequerung eröffnet. Hier sollen Züge mit bis zu 160 Stundenkilometern drüberdonnern, weshalb die Brückenkonstruktion auch Lärmschutzmaßnahmen beinhaltet.

Die Bedeutung der Brücke erläuterte Ulrich Mölke, Projektleiter des Großprojekts bei der Deutschen Bahn: "Die Spreebrücke ist die größte Eisenbahnüberführung auf unserer rund 55 Kilometer langen Ausbaustrecke zwischen Knappenrode und der deutsch-polnischen Grenze und die einzige Stahlbrücke." Noch stehen Restarbeiten an, so zum Beispiel der Korrosionsschutz. Für die Herstellung und Montage der Brücke zeichnet die regionale Fachfirma Stahl- und Brückenbau Niesky GmbH verantwortlich.

Aktuell genießt Uhyst die relative Ruhe der Baustelle, auch wenn diese mit Beeinträchtigungen wie der Sperrung des Bahnübergangs in Richtung Mönau und Rauden einhergeht. Im Dezember 2018 wird mit der Fertigstellung des Abschnittes Lohsa – Niesky und der Inbetriebnahme des Abschnittes Niesky – Horka, dessen Baubeginn im August erfolgt, der reguläre elektrische Zugverkehr zwischen Hoyerswerda und Kohlfurt (Wegliniec) wieder aufgenommen.

Die Brückenweihe fügte sich in die Feiern zu "675 Jahre Uhyst" ein. Im Anschluss an die Brückeneröffnung bot die Deutsche Bahn mit Baustellenführungen eine "Baustelle zum Anfassen" und stellte sich an Informationsständen als vielfältiger Arbeitgeber in der Region vor.

Für den zweigleisigen Ausbau und die Elektrifizierung der 55 Kilometer langen Bahnstrecke Knappenrode – Horka – Grenze Sachsen/Polen geben Bund, Deutsche Bahn, EU und Freistaat Sachsen rund 520 Millionen Euro aus. Inbetriebnahme soll Ende 2018 sein.

Kommentare Lesermeinungen (0)
Lesermeinungen geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion, sondern die persönliche Auffassung der Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich das Recht zu sinnwahrender Kürzung vor.

Schreiben Sie Ihre Meinung!

Name:
Email:
Betreff:
Kommentar:
 
Informieren Sie mich über andere Lesermeinungen per E-Mail
 
 
 
Weitere Artikel aus dem Ressort Weitere Artikel
  • Quelle: red | Fotos: © Görlitzer Anzeiger
  • Erstellt am 13.06.2017 - 08:53Uhr | Zuletzt geändert am 13.06.2017 - 17:43Uhr
  • drucken Seite drucken