Machbarkeitsstudie für Dorfheizung in Kosel

Bild zu Machbarkeitsstudie für Dorfheizung in Kosel Niesky / Niska, 11. Dezember 2022. Die Stadtverwaltung Niesky plant eine Machbarkeitsstudie zur Untersuchung eines Nahwärmenetzes im Ortsteil Kosel / Kózło. Das hat der Stadtrat Niesky am 5. Dezember 2022 beschlossen.

Biogas ist eine Möglichkeit zur Gewinnung elektrischen Stroms und von Wärme im ländlichen Raum vor Ort
Symbolfoto: Jan Nijman, Pixabay License
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Ortschaftsrat und Bürger mit im Boot

Ziel der geplanten Studie ist eine sichere, bezahlbare und umweltfreundliche Energieversorgung im Ortsteil Kosel, von der sowohl die Einwohner von Kosel, die Agrargenossenschaft See e.G. und die Stadtverwaltung Niesky profitieren könnten.

Das Gemeindezentrum in Kosel, mit Kindergarten, kommunalen Wohnungen, Heimatstube, Freiwilliger Feuerwehr und Gemeinschaftsräumen wird derzeit über eine Ölheizung mit Wärme und Warmwasser versorgt. Die Heizungsanlage ist nunmehr fast 30 Jahre alt, die Regelung der Anlage fällt oft aus und sie entspricht schon längst nicht mehr dem heutigen Stand der Technik. Dazu kommt die aktuelle Aufforderung der Bundesregierung zur Energieeinsparung und zur Senkung des Kohlendioxodausstoßes.

Bestehende Anlage erweitern?


In Rücksprache mit der Agrargenossenschaft See e.G., die schon jetzt über eine Biogasanlage verfügt, ist eine Erweiterung dieser Anlage denkbar und der Ausbau zu einer Dorfheizung möglich. Voraussetzung hierfür ist jedoch eine Machbarkeitsstudie, in der alle technischen Daten untersucht und ermittelt werden sollen. Inhalt dieser Studie ist sowohl die technische Machbarkeit, als auch die Berechnung der Wirtschaftlichkeit für jeden einzelnen Bürger in Kosel, der sich anschließen möchte und die Stadtverwaltung mit ihrem Gemeindezentrum. Wichtigster Aspekt ist jedoch die Bereitschaft und das Interesse der Einwohner von Kosel. Dies und die Aufklärung über die Verfahrensweise einer möglichen Dorfheizung soll ebenfalls Bestandteil dieser Machbarkeitsstudie sein.

Für die Finanzierung der Studie sollen Fördermittel entsprechend der Förderrichtlinie "Modellvorhaben (BAFA) Wärmenetzsysteme 4.0 – Modul I" des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden. Sollte das Projekt nicht nach genannter Förderrichtlinie förderfähig sein, will die Nieskyer Stadtverwaltung andere Möglichkeiten der Drittfinanzierung – Förderung beispielsweise über die KFW-Förderbank oder Strukturwandelmittel – suchen.

Bürgerrunden zur Information und Beteiligung


Anfang April könnten die ersten Bürgerrunden mit der Information zur Verfahrensweise und der Vorstellung der Fragebögen starten. Für Anfang Juli rechnet die Stadtverwaltung Miesky mit den Ergebnissen der Studie.

Die Bürger und der Ortschaftsrat von Kosel sollen den Prozess begleiten und sich beteiligen. In der unmittelbaren Nähe von Niesky gibt es bereits mehrere Beispiele für derartige Dorfheizungen. In Daubitz / Dubc, das zur Gemeinde Rietschen / Rěčicy gehört, gibt es bereits seit mehr als elf Jahren eine genossenschaftliche Dorfheizung mit Biogas. Kodersdorf / Kodrecy pürft zurzeit die Machbarkeit einer Dorfheizung, in Boxberg/O.L. / Hamor gründet sich aktuell eine Genossenschaft für den Betrieb einer Photovoltaikanlage und zu erneuerbaren Energien allgemein.

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  • Quelle: red Foto: JanNijman | Jan Nijman, Pixabay License
  • Erstellt am 11.12.2022 - 18:31Uhr | Zuletzt geändert am 11.12.2022 - 18:50Uhr
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