Romantisches Erzgebirge - Winterzauber auf Wanderwegen

Weißwasser / Běła Woda, 27. Januar 2018. Das Erzgebirge ist eine der schönsten und abwechslungsreichsten Landschaften Deutschlands. Im südlichen Sachsen gelegen, steigen die Höhenzüge des Erzgebirges von Nord nach Süd an, sie sind sanft abfallend und von urwüchsiger Herb- und Schönheit. Die vielen reizvollen Täler, dicht bewaldeten Hügel und Hochmoore laden vor allem zum Wandern und Erholen ein. Durch die Region führen insgesamt rund 5.000 Kilometer Wanderwege, darunter der europäische Fernwanderweg Eisenach-Budapest und der Kammweg Erzgebirge-Vogtland. Auch im Winter laden gut markierte Wanderrouten der unterschiedlichsten Grade zu sportlicher Aktivität oder einfach nur zu Erholung ein.
Abbildung oben: Der Winter verwandelt den Fichtelberg, mit 1.215 Metern der höchste in Sachsen, in eine bizarre Landschaft aus Schnee und Eis. Mit dem nahe gelegenen Oberwiesenthal, der höchstgelegenen Stadt Deutschlands, und dem Keilberg (Klínovec) in Böhmen gehört er zum größten Wintersportzentrum des Erzgebirges.

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Winterwanderwege im Erzgebirge - die besten Tipps

Eine der schönsten Wanderrouten ist der Rundwanderweg vom Bahnhof in Altenberg zum Kahleberg. Durch verschneite Wälder geht es hoch bis zur Bergspitze. Von dort oben eröffnet sich ein weiter Ausblick über das Erzgebirge bis nach Dresden. Als schönste Loipe Deutschlands gilt der Weg von Johanngeorgenstadt bis ins vogtländische Schöneck.

Wunderbar wandern kann man auch rund um das Fichtelgebirge. Insbesondere der Kurort Oberwiesenthal bietet im Winter gut präparierte Winterwanderwege. Für geübte Winterwanderer lohnt sich der markierte Rundwanderweg oder der Winterwanderweg zum Fichtelberg. Spaziergänger werden den zwei Kilometer langen Fußgängerschutzweg Fichtelberg-Stadt bevorzugen.

Aber auch die Ferienregion "Am Auersberg" im westlichen Erzgebirge ist ein Geheimtipp zum Wandern. Äußerst romantisch ist ebenfalls der Winterwanderweg von Seiffen nach Neuhausen und zurück, mit Blick auf das Kammgebiet.

Erzgebirgische Volkskunst - Entstehung und Tradition

Im 12. Jahrhundert wurde das Erzgebirge erstmalig besiedelt und im 15. Jahrhundert erblühte die Bergbauregion in Reichtum und Wohlstand. Ab dem 17. Jahrhundert mussten die Menschen sich einen neuen Erwerbszweig suchen und aus der bisherigen Heimarbeit wurde die berühmte erzgebirgische Volkskunst. Insbesondere die Holzschnitzereien fanden weltweit großes Gefallen.

Heute noch werden in liebevoller Handarbeit Engel, Bergleute und Räuchermännchen in traditioneller Handwerkskunst hergestellt. Jedes Stück ist ein Unikat und erfreut vor allem zur Weihnachtszeit die Herzen der Menschen. Einen Überblick über die hochwertige Holzkunst bietet erzgebirge-palast.de. Eine Schau von Kostbarkeiten erzgebirgischer Holzkunst und einen Einblick in die lebendigen Traditionen des Erzgebirges bietet außerdem das Spielzeugmuseum in Seiffen. Auf drei Etagen präsentiert das als "Familienfreundliche Freizeiteinrichtung" zertifizierte Museum Figuren, Fahrzeuge, Spielwaren sowie traditionelles als auch modernes Kunsthandwerk.

Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

Zur Entspannung lädt die Silber-Therme Warmbad bei Wolkenstein ein. Insbesondere im Winter sind das Thermalheilwasser, die Saunawelt und der idyllische Kurpark ein wahrer Kraftbrunnen. In Altenberg lohnt sich ein Besuch des Bergbaumuseums mit der Pochwäsche aus dem 16. Jahrhundert. Hier kann man die Erzaufbereitung und Gewinnung über die Jahrhunderte verfolgen. Schloss Schlettau im oberen Erzgbirge lockt zu einem Besuch genauso wie die St. Annenkirche in Annaberg-Buchholz als größte gotische Hallenkirche Sachsens. Ein Erlebnis ist auch eine Fahrt mit der ältesten Schwebebahn Deutschlands von Oberwiesenthal zum Fichtelberg.

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  • Quelle: red | Foto Fichtelberg: B S / Schmolle, Foto Nussknacker: Hermann / Hermann Traub, beide pixabay und Lizenz CC0 Public Domain
  • Erstellt am 27.01.2018 - 09:43Uhr | Zuletzt geändert am 07.02.2018 - 10:30Uhr
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